1967 | Ansichtskarte aus Kramers Kunstanstalt

Petershagen vor dem Bau der Weserbrücke und der Verlegung der Ösper

Ansichtskarte aus dem Jahr 1967. Blick über die Alt- und Neustadt von Petershagen in Richtung Norden. Weserbrücke und Brückenzufahrten (Bau bis November 1970) fehlen noch. Die Stadtbewohner erreichen über die nördlichen Ortsausgänge ihre Ländereien in der Wesermarsch, oder in der “Masch“, wie die Petershäger dieses alte Kulturland benennen. Der Blick folgt dem Weserlauf über die Norddeutsche Tiefebene und erstreckt sich bis zur Landesgrenze. Das Schloss lässt aufgrund der herausgehobenen Position noch seine alte Bedeutung als Wehr- und Wasserburg erahnen. 

Umgeben von Ufergehölzen schlängelt sich die Ösper durch ihr mittelalterliches Flussbett und trennt – wie in den Zeiten der Bischöfe – die Siedlungskerne der Alt- und Neustadt voneinander. Die Besiedlung hat sich über die Grenzen der ursprünglichen Stadtteile hinwegbewegt. Die charakteristischen Funktionsbauten der 1950er-Jahre, Amtsgebäude, Feuerwehr, Turnhalle und katholisches Gemeindezentrum ragen aus dem Ortsbild heraus, noch bestimmen aber die Fassaden der alten Ackerbürgerhäuser den Charakter der Kleinstadt. (Jac 2017)