Corona-Schutz nach dem 15. Juni 2020

Der Westfälische Heimatbund informiert seine Mitglieder über Corona-Schutzmaßnahmen in NRW ab dem 15. Juni 2020 – Änderungen für Veranstaltungen und Museen

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Heimatfreundinnen und Heimatfreunde,

entgegen vorheriger Aussagen treten ab Montag, 15. Juni 2020, in Nordrhein-Westfalen überraschend weitreichende Anpassungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft.

Diese Lockerungen gehen auch in Bezug auf Veranstaltungen deutlich über die bisherigen Regelungen hinaus.

Die allgemeinen Änderungen betreffen neben der flächenmäßigen Zutrittsbegrenzung im Handel, aber auch in Museen und Ausstellungen unter anderem Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 100 Zuschauern bzw. Teilnehmenden. Diese sind unter Auflagen insbesondere zur Rückverfolgung der Teilnehmer wieder möglich. Auch private Feste aus herausragendem Anlass wie Jubiläen, Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags- oder Abschlussfeiern können mit maximal 50 Teilnehmenden unter Auflagen zur Rückverfolgung und Hygiene- und Schutzvorkehrungen wieder stattfinden.

Die grundsätzlichen Regelungen zur Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen mit Publikums- und Kundenverkehr bleiben bestehen. Auch Großveranstaltungen und Feste bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt.

Die neuen Regelungen in der ab 15. Juni bis 1. Juli geltenden aktuellen Coronaschutzverordnung in NRW beinhalten unter anderem im Einzelnen:

Veranstaltungen und Versammlungen

Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 100 Personen sind unter Auflagen zu Abstands- und Schutzvorkehrungen erlaubt. Hier gelten Regelungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern sowie zur Rückverfolgbarkeit der Zuschauer und Teilnehmer. In geschlossenen Räumen gilt außerdem die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes außerhalb des Sitzplatzes. Es soll auf eine gute Durchlüftung der Räumlichkeiten geachtet werden.

Für Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmenden gelten erweiterte Anforderungen. Diese sind nur in Abstimmung mit der entsprechenden Gesundheitsbehörde zulässig. Zudem bedürfen sie eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes.

Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen kann bei Erstellung von Sitzplänen und Sicherstellung der Rückverfolgungder Teilnehmer die Abstandsregelung von 1,5 Metern entfallen. Das gilt auch für außerschulische Bildungsangebote oder kulturelle Veranstaltungen, wenn feste Sitzplätze gegeben sind. Die Vorgaben zur Rückverfolgbarkeit sehen die Erfassung der Daten der Teilnehmer sowie die Erstellung eines Sitzplanes vor, der erfasst, wo welche anwesende Person gesessen hat.

Große Festveranstaltungen wie Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützen- und Weinfeste oder ähnliche Festveranstaltungen bleiben weiterhin bis mindestens zum 31. August 2020 untersagt. Das gilt auch für Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen und Sportfeste. Jahrmärkte nach der Gewerbeordnung § 68 Absatz 2 (z. B. Trödelmärkte) sind hingegen mit der neuen Verordnung unter Auflagen wieder zulässig.

In der bisherigen Fassung der Coronaschutzverordnung gab es einen Passus, der explizit auf Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien wie etwa von Vereinen einging. Diese werden in der aktuellen Version der Verordnung nicht mehr gesondert aufgeführt, so dass davon auszugehen ist, dass diese allgemein unter Veranstaltungen und Versammlungen gefasst werden. Dementsprechend wäre also z. B. für eine Mitgliederversammlung mit mehr als 100 Teilnehmenden in Abstimmung mit der zuständigen Gesundheitsbehörde ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept abzustimmen.

Museen 

Erleichterungen gelten ab 15. Juni auch für die flächenmäßige Zutrittsbegrenzung in Museen und Ausstellungen. Diese wird von einer Person pro zehn Quadratmeter auf eine Person pro sieben Quadratmeter erweitert. Die weiteren besonderen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Wahrung des Mindestabstandes von 1,5 Metern (auch in Warteschlangen) und zur Umsetzung einer Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in geschlossenen Räumlichkeiten der Einrichtungen bleiben bestehen. Unter den vorgenannten Voraussetzungen sind auch Führungenwieder zulässig, sofern die Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist. Dies gilt auch für Führungen außerhalb von Einrichtungen wie etwa Stadtführungen.

In der Anlage sind die aktuelle Fassung der Coronaschutzverordnung NRW (CoronaSchVO) und die zugehörigen Hygiene- und Infektionsschutzstandards zur detaillierten Information beigefügt.

Bleiben Sie gesund!
Westfälischer Heimatbund